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Ansprechpartner:

Ute Kothe
Leiterin des Pflegedienstes
Tel.: (0 71 61) 6 58 75 32
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24. Februar 2014

Erster Altenpfleger-Azubi für ambulante Pflege

Jörg Witzani: So lautet der Name des 20-Jährigen, der als erster Altenpfleger-Azubi in die Geschichte des ambulanten Pflegedienstes im DRK-Kreisverband Göppingen eingehen wird. Seit dem 1. September lernt er seinen Beruf, der ihm „super gefällt“.

Seit dem 1. August 2011 gibt es den ambulanten Pflegedienst des DRK-Kreisverbandes Göppingen am Schillerplatz. Angefangen hat Pflegedienstleiterin Ute Kothe mit einem Drei-Fachkräfte-Team: sie selbst als gelernte Krankenschwester, ihr Sohn Amadeus Kothe als gelernter Altenpfleger und Annett Werner-Skop als Altenpflegehelferin.

Heute bietet die ambulante Pflege Arbeit für zehn Mitarbeiter sowie einen Ausbildungsplatz. „Es ist so schwierig, gutes Personal zu finden. Deshalb dachten wir, wir bilden einfach selber aus“, erzählt Ute Kothe.

Azubi Jörg Witzani und Ute Kothe

Mit ihrem ersten Altenpfleger-Azubi, Jörg Witzani, ist die 54-Jährige „absolut zufrieden“. „Er ist was Besonderes“, meint sie. Der 20-Jährige aus Reichenbach unterm Rechberg war sich schon lange darüber im Klaren, dass er einen sozialen Beruf ergreifen will. „Studieren wäre nichts für mich“, wiegelt der ehemalige Schüler des Donzdorfer Rechberg-Gymnasiums ab. Nach der Schule absolvierte er ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) bei den „Mobilen Sozialen Diensten“ des DRK-Kreisverbandes. Der Kontakt zu den Senioren gefiel ihm, schnell stand sein Berufswunsch deshalb fest: Altenpfleger.

Ein halbes Jahr Erfahrung liegt inzwischen hinter Jörg Witzani: Praxisblocks, bei denen er einen der Kollegen zu den Kunden begleitet und assistiert, durch Zuschauen lernt oder putzt. Was auch dazugehört, ist die Theorie. Jörg besucht die Berufsfachschule für Altenpflege in Göppingen mit vier anderen Männern und 20 Frauen. Seine Klassenkameraden sind zwischen 16 und 60 Jahren alt. „Ich war nie ein großer Fan von Schule“, gibt der schlaksige junge Mann offen zu, „aber das hat sich jetzt total geändert. Ich lerne viele Dinge, die mich interessieren und die ich gleich anwenden kann.“ „Er ist ein richtiger Vorzeigeschüler“, lobt seine Chefin Ute Kothe. Jörg scheint das fast ein wenig peinlich zu sein: „Ich muss das leider zugeben“, sagt er und verzieht das Gesicht.

Der Reichenbacher hat die Fachhochschulreife. Doch es genügt ein guter Hauptschulabschluss, um sich auf Altenpflege-Stellen zu bewerben. „Dann allerdings muss man nach dem ersten Lehrjahr mindestens einen Notendurchschnitt von 2,5 vorweisen können“, weiß der Azubi. Wer die Prüfung am Ende des ersten Lehrjahres besteht, kann sich Altenpflegehelfer nennen. „Diese Prüfung muss Jörg auf jeden Fall machen, dann können wir ihn schon zum zweiten Lehrjahr flexibler einsetzen und er kann mehr Dinge selbstständig erledigen“, sagt Amadeus Kothe, der sich über den zweiten männlichen Pfleger neben ihm selbst sehr freut.

Für Jörg Witzani ist es die Abwechslung beim ambulanten Dienst, die er der Arbeit in einem Pflegeheim vorzieht. „Man kommt in viele verschiedene Häuser und lernt die Menschen in ihrer vertrauten Umgebung kennen“, zählt er auf. "Klar braucht man manchmal viel Geduld. Aber so schnell komm' ich nicht aus der Ruhe.“ Ute Kothe fügt hinzu: „Für viele unserer Kunden sind wir die einzigen Ansprechpartner, sie schütten uns oft ihr Herz aus.“ Dem stimmt ihr Azubi sofort zu: „Ja, zuhören muss man können. Das ist ein wichtiger Teil der Arbeit, parallel zum Praktischen. Dann spürt man die Dankbarkeit der Menschen, das ist das Schöne an dem Beruf.“

Info: Auch in diesem Jahr stellt der ambulante Pflegedienst des DRK-Kreisverbandes Göppingen einen Ausbildungsplatz zur Verfügung. Infos per E-Mail.info[at]pflege-vom-drk[dot]de

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